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Darmkrebs

Darmkrebs

Allgemeines

Bösartige Veränderungen des Dickdarms gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen überhaupt. Dabei hat das Auftreten der Krankheit in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Die Häufigkeit beträgt in Deutschland etwa 14 bis 17 Erkrankungen jährlich pro 100.000 Einwohner. Die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung nimmt mit dem Lebensalter zu und steigt nach dem 50. Lebensjahr deutlich an, mit einem Häufigkeitsgipfel bei den 70-Jährigen.

Krebsentstehung

In den meisten Fällen scheint der Krebs des Dick- und Enddarms aus gutartigen Polypen zu entstehen. Das bedeutet, dass durch Früherkennungsmaßnahmen und die Entfernung solcher Polypen die Entstehung des Krebsleidens verhindert werden kann. Risikofaktoren können außerdem falsche Ernährung mit fettreicher Kost sowie Übergewicht sein. Auch das Lebensalter jenseits von 40 Jahren geht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einher. Außerdem gibt es noch besondere Risikofaktoren wie z.B. erbliche Vorerkrankungen. Hierzu gehört die Polyposis intestinalis, die mit einer großen Zahl von Polypen im gesamten Darm verbunden ist. Auch die familiäre Adenomatose, das Gardner-Syndrom, das Oldfield-Syndrom und andere Krankheitsbilder gehen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher. Gutartige Polypen im Darm bergen immer die Gefahr, zu entarten. Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen führen zu einer erhöhten Häufigkeit von Darmkrebserkrankungen.

Krebserkrankungen im Dick- und Enddarm treten an den einzelnen Abschnitten des Darms unterschiedlich häufig auf. Es überwiegen die Erkrankungen im Enddarm und im Krummdarm. In den übrigen Teilen des Darms treten bösartige Erkrankungen seltener auf.

Symptome

Bösartige Erkrankungen des Dickdarms und des Enddarms bleiben in vielen Fällen lange Zeit ohne Beschwerden. Wenn Beschwerden wie chronische Verstopfung oder Durchfälle, auch abwechselnd, und schwarzer Stuhl (Teerstuhl) auftreten, liegen meist schon größere fortgeschrittene Tumoren vor. Späte Zeichen sind Blutarmut, Gewichtsverlust oder ein Darmverschluss. Streuung und Absiedelung des Tumors in anderen Organen mit Metastasen in der Leber, der Lunge oder dem Skelett können ebenfalls zu Beschwerden führen. In einigen Fällen wird erst durch diese Beschwerden, die durch die Streuung des Tumors verursacht werden, der eigentliche Tumor als Ursache für das gesamte Krankheitsbild gefunden.

Tumoren im rechtsseitigen Dickdarm, also dem Beginn des Dickdarms, machen sich meist eher durch Schmerzen, chronische Blutarmut und Leistungsminderung bemerkbar. Tumoren im linksseitigen Teil des Dickdarms (eher zum Ende des Dickdarms hin) äußern sich durch eine Änderung der Stuhlgewohnheiten mit Verstopfung und Durchfall im Wechsel, verstärkten Blähungen oder Blut im Stuhl.

Diagnose

Bei der Diagnostik eines Dickdarmkrebses geht es vor allem um die Einschätzung des Stadiums, in dem sich der Tumors befindet, sowie um die Möglichkeiten, den Tumor zu operieren und das Krebsleiden zu heilen. Die Tumorbewertung erfolgt zunächst nach der feingeweblichen Untersuchung in Bezug auf die Eindringtiefe des Tumors, den Befall von Lymphknoten sowie das Vorhandensein von Absiedelungen des Tumors (Metastasen). Schon allein die Tatsache, dass bei jedem vierten Patienten bei Diagnosestellung bereits Tumorabsiedelungen in der Leber vorliegen, unterstreicht die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung.

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